Drehleiterausbildung der FF Katzenelnbogen
Nachdem die Verbandsgemeinde Katzenelnbogen eine Drehleiter beschaffte die bei der FF Katzenelnbogen stationiert wurde, galt es nun, nachdem 10 Kameraden als Drehleitermaschinisten ausgebildet waren, weitere Kameraden auf das Fahrzeug und den Einsatz damit zu schulen. Denn durch die Drehleiter ergibt sich ein weitreichendes Einsatzgebiet, welches eine fundierte Schulung erforderlich macht. Da es in Rheinlad - Pfalz keine Lehrgänge zu diesem Thema an der Landesfeuerwehrschule gibt und diese Schulung sehr fahrzeugspezifisch ist, wurde durch vier Ausbilder der FF Katzenelnbogen ein Seminar speziell für die FF Katzenelnbogen entworfen und durchgeführt. Das Seminar dauerte ca. acht Stunden und bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Ausbildungsabschnitt. In diesem ersten Seminar wurden primär die Führungskräfte, Atemschutzgeräteträger und Drehleitermaschinisten geschult. Neben der Bedienung des Rettungskorbes wurde verstärkt Wert auf den taktischen Einsatz der Drehleiter sowie auf die sinnvolle und sichere Einweisung und das richtige Aufstellen der Drehleiter gelegt. In dem ca. drei stündigen theoretischen Ausbildungsabschnitt wurden den Teilnehmern die Einsatzmöglicheiten der Drehleiter aufgezeigt, der richtige Umgang mit der Drehleiter speziell dem Rettungskorb und der taktisch richtige und sichere Einsatz der Drehleiter. |
Einweisung in die Korbsteuerung des Rettungskorbes |
Gewöhunugsübungen zur Korbsteuerung |
Hierbei stand vor allem die HAUS - Regel, eine Einsatzregel für den Drehleitereinsatz im Mittelpunkt, die hilft die Drehleiter sicher zu betreiben und taktisch richtig einzusetzen. Weiterhin wurde, nachdem dies in einer Powerpoint Präsentation gelert wurde, der richtige Einsatz anhand eines Schulungsfilmes demonstriert. Nachdem der theoretische Unterricht absolviert war, galt es nun das erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. Dazu erfolgt am Wochenende des 7./8. August die praktische Schulung. Diese wurde in kleinen Gruppen von 2 -3 Teilnehmern, eines Drehleitermaschinisten und eines Ausbilders absolviert. Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte die Schulung am Schulzentrum Katzenelnbogen sowie im Stadtgebiet Katzenelnbogen. |
Bei dieser Schulung galt es verschiedene Stationen zu absolvieren. Diese waren zuerst einmal die Fahrzeugbeladung kennen zu lernen, dann das richtige und schnelle Ein- und Aushängen des Rettungskorbes an der Leiterspitze, die Erläuterung der Steuerung des Rettungskorbes und der Notbetrieb der Drehleiter im Rettungskorb. Weiterhin das sichere Fahren der Drehleiter aus dem Rettungskorb, sowie das Fahren von verschiedenen Leiterbewegungen gleichzeitig und das Kennenlernen der Warneinrichtungen. Danach folgte der richtige Umgang mit den Beleuchtungseinrichtungen des Leiterparks und des Rettungskorbes, die Brandbekämpung aus der Höhe mittels Wenderohr und die Menschenrettung aus der Höhe mittels der Krankentragenlagerung. |
Aufbau und Einsatz des Wenderohres der DLK |
Anleitern parallel zur Hauswand |
Umgang mit der Krankentragenlagerung |
Gewöhnungssteigen der Drehleiter |
Nachdem dies erfolgt war, konzentrierte man sich nun auf den taktisch richtigen Einsatz der Drehleiter, dazu wurden verschiedene Einsatzbeispiele angenommen, die sich aus der HAUS - Regel ableiten, dies sind das Anfahren und Einweisen der Drehleiter mit dem Leiterpark parallel zum Gebäud. Das Anfahren des Leiterparks parallel zur Dachhaut, der Einsatz der Drehleiter bei versetzter Bauweise von Gebäuden. Der Einsatz der Drehleiter bei niederiger Rettungshöhe z. B. im 1. Obergeschoss sowie der Einsatz der Drehleiter bei maximaler Rettungshöhe von 30 Metern. Hierbei wurde durch die Ausbilder besonders auf die Kommunikation zwischen dem Drehleitermaschinisten und dem Feuerwehrmann bzw. der Feuerwehrfrau im Korb geachtet. Weiterhin das richtige Anfahren von Fenstern und Flachdächern zur Rettung von Personen. Als letzte Station stand nun noch das Gewöhnungssteigen der Drehleiter bevor. Dazu wurde diese auf ca. 25 Meter ausgefahren und es erfolgte eine das Besteigen des Leiterpark, das Ein- und Aussteigen in den Rettungkorb. |