Zeitungsbericht zur Beschaffung einer Drehleiter für die FF Katzenelnbogen
Im folgenden geben wir den aktuellen Zeitungsbericht zur Beschaffung einer Drehleiter für die FF Katzenelnbogen wieder, erschienen am 04.05.2009 in der Rhein - Lahn - Zeitung.
,,Wehr Katzenelnbogen testet große Drehleiter
Verbandsgemeinde bevorzugt 18 -Meter - Variante - Preis noch unklar - Zuschüsse vom Land
KATZENELNBOGEN. Das die Katzenelnbogener Feuerwehr ein neues Fahrzeug mit Drehleiter benötigt, steht nicht erst seit der Novelle der Feuerwehrverordnung fest. Die bislang bereitgehaltene Anhängeleiter ist veraltet und besonders das Aufstellen und der Umgang mit der Leiter im Einsatz ist nicht mehr zeitgemäß. Unklarheit herrscht jedoch bislang über die erforderliche Rettungshöhe. Hinsichtlich der Brandgefahren und technischen Gefahren ist Katzenelnbogen auch weiterhin in der Risikoklasse 2 eingestuft. Diese schreibt eine Leiter mit einer Rettungshöhe von zwölf Metern vor. Eine Probefahrt mit einem solchen Fahrzeug hatte jedoch ergeben, dass einige schwierige Objekte in der Stadt Katzenlnbogen sowie den umliegenden Orten mit dieser Leiter nicht erreicht werden können. Dazu zählen beispielsweise die oberen Stockwerke des Schulzentrums, des Seniorencentrums, mehrerer Gaststätten sowie einiger Wohnhäuser. |
Mühelos erreicht die 18 -Meter - Drehleiter auch schwierige Objekte wie das Seniorencentrum in Katzenelnbogen |
Aus diesem Grund unternahm Wehrleiter Walter Diehl gemeinsam mit einigen Kameraden nun eine erneute Probefahrt mit einem Drehleiterfahrzeug, das eine Rettungshöhe von bis zu 18 Metern erreicht. Zur Verfügung gestellt wurde dies von der Feuerwehr Lambrecht in der Pfalz. Die Vorteile der längeren Drehleiter wurden schnell klar. Mühelos konnten die oberen Stockwerke einiger Wohnhäuser am Katzenelnbogener Vogelsberg erreicht werden. Auch das Seniorencentrum und die Schule stellten keine Probleme dar. Neben der rund sechs Meter längeren Leiter bietet das Fahrzeug vor allem die Vorteile der Ausstiegsmöglichkeit nach allen Seiten sowie der höheren Korblast. Während das Zwölf - Meter - Fahrzeug eine maximale Korblast von 180 Kilogramm hat, steigt diese beim 18 - Meter - Fahrzeug auf 270 Kilogramm Maximalgewicht. ,,Zwei Feuerwehrmänner mit voller Ausrüstung wiegen zwischen 90 und 100 Kilogramm. Soll dann noch eine wohmöglich verletzte Person gerettet werden, führt das im kleineren Korb zu erheblichen Schwierigkeiten", so Walter Diehl. Auch Harald Gemmer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen, sieht dies kritisch. Zudem wolle man jetzt kein neues Fahrzeug kaufen, das in zehn Jahren schon wieder ersetzt werden müsse. Ein Kompromiss zwischen beiden Fahrzeugen, also eine zwölf Meter lange Drehleiter kombiniert mit einer höheren maximalen Korblast ist aufgrund der Richtlinien nicht zulässig. Die finanzielle Seite trägt natürlich auch maßgeblich zur Entscheidung bei. Dabei gibt es jedoch noch einige Unklarheiten. Das Land beziffert die kleinere Variante mit Kosten von 223 000 Euro. Rund 86 000 würde das Land zuschießen, bliebe ein Eigenanteil von 137 000 Euro für die Verbandsgemeinde. Achim Schnell von der Brandschutzfirma Gimaex - Schmitz hält diese Zahlen jedoch für nicht realistisch. Nach seiner Einschätzung kostet ein Zwölf - Meter - Drehleiterfahrzeug etwa 330 000 Euro. Abzüglich des Landeszuschusses blieben 244 000 Euro Eigenanteil für die Verbandsgemeinde. Entscheidet man sich für die 18 - Meter - Variante, fallen Kosten in Höhe von 403 000 Euro an. Abzüglich des Landeszuschusses von 153 000 Euro blieben noch 250 000 Euro Eigenanteil. Somit wären die Kosten für die Verbandsgemeinde nahezu identisch, die dann natürlich die bessere 18 - Meter - Variante bevorzugen würde. Solange diese Unklarheiten in der Preisfrage jedoch nicht geklärt sind, könne die Verbandsgemeinde keine Entscheidung treffen, so Harald Gemmer. Daher werde er noch einmal konkret beim Land anfragen, wie es zu den Preisvorstellungen komme und dann gemeinsam mit dem Verbandsgemeinderat im Mai eine Entscheidung treffen." (Rhein - Lahn - Zeitung vom 04.05.2009) |
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