Zugübung am 29.09.07 - Gebäudebrand mit Menschenrettung

Am 29.09.2007 stand wieder einmal eine Übung der Einsatzabteilung auf dem Programm.

Die Schwerpunkte der Übung:

-Der Einsatz unter Atemschutz bei einem Gebäudebrand,

-Das Auffinden und Retten von vermissten Personen bei einem     Gebäudebrand

-Die Versorgung von mehreren Verletzten

-Das Arbeiten unter extremem Stress im Feuerwehreinsatz

Um 19.30 Uhr alarmierte die FEZ Katzenelnbogen die                        FF Katzenelnbogen zu einerÜbung mit nachfolgender Lage.

Lage:  Gebäudebrand in dem alten Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde, mehrere vermisste Personen im Gebäude, eine verletzte Person hinter dem Haus

Darauf hin rückten aus: ELW 1, TLF 16/25, LF10/6

Eine Person fiel aus dem 1. OG in eine Eisenstange und verletzte sich schwer.

Bei Eintreffen des Löschzuges positionierte sich das TLF 16/25 seitlich vor dem Übungsobjekt, ein Trupp unter PA bereitete sich zur Menschenrettung im Gebäude vor. Ein weiterer Trupp rüstete sich zum Sicherheitstrupp aus. Der Schlauchtrupp bekam den Auftrag den Verteiler vor dem Übungsobjekt in Stellung zu bringen, die Schlauchleitung für den Angriffstrupp vorzubereiten und die Wasserversorgung von dem naheliegenden Unterflurhydrant herzustellen. Der Melder übernahm die Atemschutzüberwachung.

Der Einheitsführer des LF 10/6 erkundete zu diesem Zeitpunkt die Rückseite des Objektes, dabei fand er eine Person hinter dem Haus vor, welche aus dem ersten OG in einen Eisenstab gefallen war und von diesem durchbohrt wurde.

Darauf hin beorderte er einen Rettungssanitäter mit Notfallrucksack zu dem Verletzten, dieser übernahm die Erstversorgung des Verletzten unterstützt von einem weiteren Kameraden und dem Gruppenführer.

Der ELW 1 positionierte sich etwas abseits der Einsatzstelle und stellte den Funkkontakt zu den eingesetzten Einheiten über den Einsatzstellenfunk her, weiterhin dokumentierte die Besatzung den Einsatz und forderte weitere Einsatzkräfte nach.

Zur gleichen Zeit kam dem Angriffstrupp eine aufgeregte Person im verqualmten Flur des Erdgeschosses entgegen, diese wurde nach draußen verbracht und an den Melder zur Betreuung übergeben. Nun führte der Angriffstrupp die Durchsuchung des Erdgeschoßes weiter durch und fand kurz darauf eine verletzte Person neben dem Treppenaufgang, diese hatte eine Amputationsverletzung der rechten Hand, der Angriffstrupp rettete die Person und übergab den Verletzten und sein Handamputat draußen an weitere Kameraden. Diese führten die Erstversorgung des Patienten durch und übergaben den Patienten und das Amputat kurz darauf an den Rettungsdienst.

Eine vermisste Person befindet sich mit einer Amputations-

verletzung der rechten Hand im verrauchten Gebäude

Nun wurde der Sicherungstrupp 2. Angriffstrupp und ging mit einem Rohr über eine Steckleiter von der Rückseite aus in das Gebäude vor. Der 1. Angriffstrupp ging erneut von vorn mit einem Rohr in das Gebäude vor. Ein kurz zuvor ausgerüsteter Trupp vom LF 10/6 wurde nun zum Sicherungstrupp.

Der Schlauchtrupp unterstützte den von der Rückseite aus vorgehenden Angriffstrupp.

Während dessen wurde die Technische Rettung für den Patienten auf der Rückseite des Gebäude eingeleitet. Dieser wurde von dem kurz zuvor eingetroffenen Rettungsdienst weitergehend versorgt und anschließend mittels Bolzenschneider von der im Boden steckenden Eisenstange befreit und durch den Rettungsdienst abtransportiert.

Im Inneren der Gebäudes ging ein Angriffstrupp nun in den Brandraum im Erdgeschoß vor.

Versorgung des schwerverletzten Patienten hinter dem Gebäude

 

Auffinden eines Verletzten im verrauchten Flur des Erdgeschoß

 

Ein zweiter Angriffstrupp betritt das Gebäude von hinten über eine Steckleiter zur Brandbekämpfung

Während der Brandbekämpfung fand der Angriffstrupp eine weitere Person welche im Brandraum lag.

Diese Person wurde gerettet und an einen Rettungssanitäter übergeben, dieser stand vor dem Gebäude bereit. Der Rettungssanitäter erkannte das die Person bewusstlos war und keine Atmung und kein Puls vorhanden war, daruf hin führte dieser mit Hilfe eines weiteren Kameraden die Reanimation durch. Auch dieser Patient wurde an den Rettungsdienst übergeben.

Während dessen wurde die Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes weiter durchgeführt und der Brand welcher sich auf einen Brandraum beschränkte gelöscht.

Reanimation einer geretteten Person vor dem Gebäude

Die Übung vermittelte den Eindruck eines Realeinsatzes mit dem dazugehörigen Stress, dies wurde ermöglicht durch eine sehr reale Ügbungssituation welche auch dank der gut geschminkten Verletztendarsteller zu stande kam.

In der Nachbesprechung wurde klar das durch die Übung der gewünschte Stressfaktor verursacht wurde und für viele Kameraden einem realen Einsatz sehr nahe kam.

Weiterhin wurde darauf eingegangen das auch mit einer verhältnismäßig kleinen Besatzung des Löschzuges eine Vielzahl an Aufgaben zufriedenstellend abgearbeitet werden konnte.

Die FF Katzenelnbogen bedankt sich besonders bei den Kameraden der FF Schönborn, welche als Verletztendarsteller zur Verfügung standen, sowie bei den Kameraden der DLRG Elz welche die Verletztendarsteller sehr detailgetreu schminkten und während der Übung die Aufgaben des Rettungsdienstes wahr nahmen.

Die Übung wurde durch unseren Brandmeister Carsten Hahn ausgearbeitet und mit großer Sorgfalt vorbereitet, hierfür vielen Dank.