Atemschutzgerätewerkstatt

Die Atemschutzgerätewerkstatt für die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen befindet sich in Katzenelnbogen.

Sie wurde 1997 in Eigenregie durch die damaligen Atemschutzgerätewarte Achim Priester und Hans-Jürgen Richter zusammen mit der Firma Dräger geplant.

 

Die Räumlichkeiten wurden durch die Feuerwehreinheiten, welche mit Atemschutz ausgerüstet sind, in Eigenleistung gemeinsam mit der Firma Dräger ausgebaut.

In der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen sind knapp die Hälfte der 20 Feuerwehreinheiten mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ausgerüstet.

Es kommen ausschließlich 1-Flaschen-Pressluftatmer mit Überdrucktechnologie der Marke Dräger zum Einsatz.

In der Verbandsgemeinde werden 52 Atemschutzgeräte vorgehalten, davon dienen 12 Geräte als Austauschgeräte und werden zentral in der Atemschutzgerätewerkstatt vorgehalten.

Weiterhin stehen 120 Atemluftflaschen à 300 Bar und 142 Vollmasken sowie 8 Reserve-Lungenautomaten zur Verfügung.

Neben diesen Geräten wird eine von 3 Rettungstaschen Atemschutz für einen Sicherheitstrupp als Austauschmaterial in der Atemschutzgerätewerkstatt vorgehalten. Eine zweite Rettungstasche wird auf dem ELW 1 vorgehalten, da dieser zu jedem Brandeinsatz ab Alarmstufe F 2 zum Einsatzort ausrückt, die dritte Tasche wurde durch die FF Schönborn selbst beschafft.

In der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen wurde bereits Anfang der 90er Jahre das System mit Austauschgeräten eingeführt.

Nach einem Einsatz werden die benutzten Geräte und Masken in der Atemschutzgerätewerkstatt abgegeben, dort werden die Geräte dann gereinigt und gewartet. Die Feuerwehreinheiten nehmen im Austausch einsatzbereite Geräte aus der Atemschutzgerätewerkstatt mit und verlasten diese auf den Fahrzeugen.

Dies bietet den Vorteil der schnellen Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und ist unabhängig von der Besatzung der Atemschutzgerätewerkstatt, denn auch wenn kein Gerätewart verfügbar ist, können die Austauschgeräte auch durch Kameraden der FF Katzenelnbogen ausgegeben werden.

Zur Reinigung und Wartung sowie zum Füllen der Atemluftflaschen ist die Werkstatt in 4 Bereiche eingeteilt, diese sind: ein Nassraum, der Wartungs- und Prüfraum, ein Füllraum mit Atemluftkompressor zum Befüllen der Atemluftflaschen und ein Büroraum.

Um die Arbeiten ordnungsgemäß ausführen zu können, werden spezielle Geräte in der Atemschutzgerätewerkstatt vorgehalten.

Es stehen zwei Dräger Eurotest-Geräte zur Prüfung von Masken und Lungenautomaten zur Verfügung, ein Maskentrockenschrank für 10 Masken, ein Ultraschallbad zur Reinigung der Vollmasken und ein Atemluftkompressor der Firma Lenhard und Wagner mit Schnellspannvorrichtung mit 3 Anschlüssen 300 Bar und einem Anschluss 200 Bar, sowie einem Feuchtewächter.

Der Kompressor hat eine Förderleistung von 280l/min. Er ersetzte im November 2008 einen defekten Kompressor.

Die Atemschutzgerätewerkstatt wird zurzeit von zwei Atemschutzgerätewarten betreut.

Neben der Reinigung, Wartung und Prüfung von Atemschutzgeräten und -masken sind die Atemschutzgerätewarte auch zu einem erheblichen Teil in die Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern in der Verbandsgemeinde eingebunden. Die weitere Ausbildung nach dem Atemschutzgeräteträgerlehrgang erfolgt dann in den einzelnen Feuerwehreinheiten selbst sowie auf internen und externen Seminaren.